Clever einkaufen


Wer clever einkaufen geht, der kann sich mehr leisten als derjenige, der aufs Geradewohl in das Regal des nächsten Supermarktes greift.

Einkaufsspass

Clever einkaufen ist heute jedem möglich, wenn man bereit ist, auch andere Packungsgrößen und Kennzeichnungen oder kleine Mängel in Kauf zu nehmen. Um clever einkaufen zu können, muss man einige Abläufe bei den Händlern kennen, wenn man sich ein paar gute Schnäppchen sichern möchte, denn mit einem Preisvergleich allein ist es in den meisten Fällen nicht getan.



Das beste Beispiel dafür sind die Lebensmittelmärkte. Ehe der Händler die Ware abschreiben und womöglich noch Entsorgungskosten dafür bezahlen muss, werden sie kurz vor dem Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums fast überall zum Sonderpreis verkauft. Nachdem es die Privaten vorgemacht haben, findet man nun auch in den so genannten Regiemärkten der großen Handelsketten Regalabschnitte oder Stolperkörbe mit Sonderpostenware.

Clever einkaufen heißt auch, beispielsweise Obst und Gemüse am Wochenende kurz vor Ladenschluss zu kaufen. Auch hier wird der Preis kräftig gesenkt, damit man es am Montag früh nicht wegwerfen muss. Teilweise geht man dann mit dem Verkaufspreis sogar unter den eigenen Einkaufspreis, um keinen Totalverlust zu riskieren. Das gilt genauso auch für die Wochenmärkte, wo sich die Händler kurz vor Toresschluss durch immer niedrigere Preise um die Gunst der Kunden streiten. In den letzten Minuten wird sogar vieles verschenkt, damit man es nicht wieder einpacken, mitnehmen und entsorgen muss.

Ein weiterer beliebter Anlaufpunkt für diejenigen, die clever einkaufen gehen, sind die Sonderpostenmärkte. Dort bekommt man nicht nur Ware, die kurz vor dem MHD steht, sondern auch Waren, die für das Ausland produziert worden und nicht in entsprechender Stückzahl abgenommen worden sind. Dabei muss man sich nur auf Packungsgrößen und Deklarationen einrichten, die in Deutschland so für den normalen Handel nicht zugelassen sind. Auch die Hersteller laden hier ihre Überproduktionen zu Sonderkonditionen ab. Bei einem solchen Einkauf lassen sich im Vergleich zu den normalen Handelspreisen bis zu fünfzig Prozent der Kosten sparen.

Auch der Fabrik- und Lagerverkauf ist eine gute Adresse, wenn man clever einkaufen möchte. Dort bekommt man teilweise Waren, die II. Wahl sind und kleine Fehler aufweisen. Häufig ist es aber auch ganz normale Ware, die im Rahmen von Waren- Termin-Geschäften nicht rechtzeitig geliefert werden konnte. Auch Überbestände der Hersteller und Großhändler landen hier. Bei den Kosteneinsparungen kommt es auf das Verhandlungsgeschick an, aber man kann davon ausgehen, dass man etwa ein Drittel weniger zahlen muss als im normalen Laden. Bei Waren mit kleinen Fehlern lassen sich die Kosten sogar noch weiter reduzieren.

Über Ditmar Piontek

CEO UIMS.de, http://www.uims.de

Schreibe einen Kommentar